23.11.2020

Unternehmensnachfolge in Zeiten von Corona - lieber warten oder jetzt erst recht?

geschrieben von Julian Mikulik

Am 12.11 fand die digitale Veranstaltung "Unternehmensnachfolge in Zeiten von Corona" der Nachfolge Allianz Ruhr statt. Ein Rückblick.

Unternehmensnachfolge in Zeiten von Corona – lieber warten oder jetzt erst recht? Diese Frage stellte sich die Nachfolge Allianz Ruhr auf ihrer digitalen Nachfolgeveranstaltung am 12. November. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Nachfolge Allianz Ruhr von der IHK Mittleres Ruhrgebiet und der Handwerkskammer Dortmund als zwei von 18 Partnern der Allianz federführend organisiert.

Die Veranstaltung fand komplett digital über Zoom statt. Knapp 70 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie potentielle Unternehmensnachfolger folgten der Einladung der Nachfolge Allianz und sprachen über die aktuelle Corona-Situation und wie man in diesen Zeiten mit dem Thema Unternehmensnachfolge umgehen sollte.

Die Ergebnisse der beiden Zuschauerumfragen
Die Ergebnisse der beiden Zuschauerumfragen

Zu Beginn begrüßten die IHK-Nachfolgeberater Julian Mikulik und Lea Wegmann die Teilnehmer und es folgten zwei interaktive Umfragen an die Zuschauer. Anschließend hielt Frau Prof. Dr. Birgit Felden einen Impulsvortrag zum Thema Unternehmensnachfolge in Zeiten von Corona.

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Die meisten Teilnehmer sind der Meinung das trotz Corona jetzt ein guter Zeitpunkt ist das Thema Unternehmensnachfolge anzugehen auch wenn gleichzeitig von vielen die Meinung vertreten wurde, dass Corona die Suche nach einem potentiellen Nachfolger bzw. Unternehmen erschwert

Frau Felden ist Inhaberin des Lehrstuhls für Allgemeine BWL, insbesondere Mittelstands-Management und Unternehmensnachfolge an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Darüber hinaus ist Frau Felden Gründerin und Gesellschafterin der TMS Unternehmensberatung in Köln und stellvertretende Vorsitzende des DIHK-Mittelstandsausschusses und ist seit mehr als 25 Jahren in Forschung und Beratung für Familienunternehmer, insbesondere zum Thema Unternehmensnachfolge aktiv.

Im Anschluss an den Impulsvortrag in großer Runde ging es in drei sogenannte Break-Out Sessions (virtuelle Workshops in kleineren Gruppen) die parallel stattfanden und für die sich die Teilnehmer bereits im Vorfeld im Zuge ihrer Anmeldung zuteilen mussten.

Neben der Break-Out Session von Frau Prof. Dr. Felden, die einen Workshop zum Thema „Unternehmensbewertung und Strukturierung des Nachfolgeprozesses“ anbot, konnten die Zuschauer zwischen der Break-Out Session von Dr. Wolf-Christian Strotmann zum Thema „Geschäftsmodellinnovation für eine bessere Nachfolge“ und der Break-Out Session von Birgit Hemsing zum Thema „Unternehmensnachfolge im Handwerk wählen“. Frau Hemsing ist Nachfolgeberaterin der Handwerkskammer Dortmund. Herr Strotmann ist Inhaber von Wolf Strotmann Innovation und als Innovationsberater für Unternehmen tätig.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine Fragerunde an die drei Experten in der die Teilnehmer all ihre Fragen zum Thema Unternehmensnachfolge stellen konnten. So diskutierten die drei Experten mit dem IHK-Nachfolgeberater Stefan Grave z.B. darüber wie man Unternehmen findet, die zur Übergabe stehen oder mit wieviel Vorlaufzeit man das Thema Unternehmensnachfolge angehen sollte. Am Ende konnten die Experten der Zuschauer-Umfrage nur zustimmen, dass trotz Corona es derzeit ein guter Zeitpunkt ist sich dem Thema Unternehmensnachfolge zu widmen und nicht auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Frau Felden beendete die Veranstaltung mit dem Wunsch, dass beide Seiten (Nachfolger und Übergeber) in den aktuellen Zeiten mehr denn je kompromissbereit aufeinander zugehen sollten.

Die Veranstaltung selbst wurde nicht aufgezeichnet jedoch finden Sie die drei Präsentationen der Break-Out Sessions rechts in der Seitenleiste zum herunterladen.