05.11.2018

Ausbildung: Erstmals AUSBILDEN

geschrieben von Sabine Nietzke-Schaffeld

Die IHK Mittleres Ruhrgebiet ist Ihr Partner und steht Ihnen bei der Einrichtung der gewünschten Ausbildungsberufe und bei allen Fragen rund um das Thema Ausbildung gerne zur Seite.  Los geht´s!

Wir sprechen mit Ihnen und beraten Sie telefonisch, per Videokonferenz oder bei Ihnen vor Ort über die Einrichtung von Berufsbilderin, die Berufsausbildung, Vertragsanbahnung, Aufstiegsfortbildungen, Ausbildungsmarketing und über das Finden geeigneter Kandidaten. 

Während  der  Ausbildung bleiben wir Ansprechpartner für Unternehmen, Ausbilder und Auszubildende bei Fragen und Schwierigkeiten. 

Welche beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse können und wollen Sie aufgrund Ihrer Unternehmensstruktur jungen Menschen vermitteln? 

Wenn Sie noch nicht wissen, welcher Beruf das genau ist und passen könnte, dann verschaffen Sie sich doch einfach einen Überblick und schauen sich schon mal die in Frage kommenden Berufsbilder an.  


Ausbildungsberuf finden

Geben Sie bitte mal ein Stichwort zu Ihrer Branche oder den Tätigkeit ein (z.B. Industrie oder Büro) und Sie erhalten Vorschläge zu möglichen Ausbildungsberufen.

Haben Sie den für Ihr Unternehmen passenden Beruf gefunden, dann können Sie direkt die relevante Ausbildungsverordnung herunterladen und Sie sehen sofort, was ihr Azubi in diesem Beruf in Ihrem Betrieb lernen wird und was Sie vermitteln werden.

Bohrübung
Azubi an der Bohrmaschine im Ausbildungsberuf Mechatroniker – Bild: Maciej Karolczyk

Jeder Betrieb,

der entsprechend stukturiertund und ausgestattet ist und einen geeigneten Ausbilder beschäftigt, kann ausbilden. Die Voraussetzungen sind im Berufsbildungsgesetz geregelt. (§ 27 BBiG)

Eine Ausbildung in industriell – technischen Berufen setzt voraus, dass die Produktions– bzw. Arbeitsverfahren sowie die Dienstleistungen so angelegt sind, dass alle Kenntnisse und Fertigkeiten der Ausbildungsordnung des Berufes vermittelt werden können. 

Beispielsweise muss die Ausstattung mit den entsprechenden Werkzeugen, Maschinen, Apparaten, Geräten, Pflege- und Wartungseinrichtungen vorhanden sein.

Erfolgt die Ausbildung z.B. im Büro, so soll es zweckgerichtet eingerichtet sein und für den Auszubildenden ein eigener Arbeitsplatz mit PC und Anbindung an die moderne Kommunikationstechnik zur Verfügung stehen. Im Einzelhandel gilt das Gleiche für den Verkaufsraum, Lager, Kassensysteme.

kreativer Bürojob
Kollege zeigt Mitarbeiterin eine Auswertung – Bild: Maciej Karolczyk

Betriebliche Eignung

Also, die Kenntnisse und Fertigkeiten in dem Berufsbild (Ausbildungsverordnung mit Rahmenplan = zeitliche und sachliche Gliederung) in dem sie ausbilden wollen, sollen in der Praxis ihres Betriebes vermittelt werden können.   Es kommt deshalb auf die Art und den Umfang der Produktion, des Sortiments und der Dienstleistung an, welche/s Berufsbild/er in Frage kommen.

... und sollte mal nicht alles im eigenen Unternehmen vermittelt werden können, dann sprechen wir über Art und Umfang einer Kooperation mit einem anderen, ggfs. größeren Unternehmen, das auch Ausbildungsbetrieb ist, wo die fehlenden Ausbildungsinhalte vermittelt und gelernt werden können.

Vielleicht kommt sogar eine klassische Verbundausbildung in Frage. 

siehe hier:

Verbundausbildung

Mehr erfahren zu Verbundausbildung und Verbundförderung

Wer kann Ausbilder werden?

Wer Auszubildende einstellt, muss persönlich geeignet sein. Wer Auszubildende ausbildet, muss nicht nur persönlich, sondern auch fachlich geeignet sein. 


Persönliche Eignung:

Die persönliche Eignung ist nur dann nicht gegeben, wenn jemand Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen darf (z. B. wegen besonderer Straftaten) oder wiederholt oder schwer gegen das Berufsbildungsgesetz verstoßen hat.

Fachliche Eignung:

Fachlich geeignet ist, wer die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse (bestandene Abschlussprüfung mit Fachrichtung im Ausbildungsberuf) + Berufserfahrung besitzt, oder ein Studium in der Fachrichtung + Berufserfahrung hat (=Teil A der fachlichen Eignung). Dazu kommt (Teil B der fachlichen Eignung)  und das heißt, dass der eingesetzte Ausbilder über die erforderlichen berufs- und arbeits-pädagogischen Kenntnisse verfügt.   (Das wird durch das erfolgreiche Ablegen der Ausbildereignungsprüfung oder Meisterprüfung) nachgewiesen. (§30 BBiG). 

Bestimmte Prüfungen (z. B. von Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen Prüfungsbehörden) können in Verbindung mit praktischer Berufstätigkeit die Abschlussprüfung ersetzen. 

In bestimmten Fällen (besondere Bildungswege, lange Berufserfahrung im Ausbildungsberuf) kann auch eine fachliche Eignung zuerkannt werden. Die Ausbildungsberater machen Sie gerne darauf aufmerksam und zeigen, wie Sie den Antrag stellen und welche Nachweise Sie dafür benötigen und bei uns einreichen.  

Wenn Sie im Rahmen der fachlichen Eignung bereits über den Berufsabschluss verfügen und Berufserfahrung nachweisen können, Sie jedoch noch keine Ausbildereignungsprüfung  abgelegt haben, dann empfehlen wir Ihnen zur gezielten Vorbereitung einen entsprechenden Lehrgang. Ihre IHK Mittleres Ruhrgebiet und weitere Anbieter unterstützen Sie mit unterschiedlichen Angebotsformen bedarfsgerecht. Zur Zeit natürlich in unterschiedlichen Online-Formaten. Schauen Sie doch direkt mal rein, was Ihrem Bedarf am besten entspricht:

Download

Ausbilderkarte

156.27 KB

Wenn Sie als Ausbilder:in tätig werden wollen oder wenn Sie uns eine/n Ausbilder:in in Ihrem Unternehmen melden wollen, senden Sie uns bitte diese Ausbilderkarte ausgefüllt mit den fachlichen (berufs-und arbeitspädagogischen) Nachweisen ein. (Beruflicher Nachweis = Prüfungszeugnis vom Beruf oder Studienabschluss. Arbeitspädagogischer Nachweis = Prüfungszeugnis von der Ausbildereignungsprüfung) Bitte per E-Mail an Nora Seidel (seidel@netzn.ihk.de) senden. Nutzen Sie die Ausbilderkarte bitte auch, um uns über Wechsel bei Ihrem Ausbildungspersonal zu informieren. Vielen Dank!

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Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

Unser IHK Kompetenzerk bietet dazu Vorbereitungslehrgänge in verschiedenen Formen (berufsbegleitend, kompakt und online) an. Nähere Infos unter...

Übrigens: Weiterbildung in Form von Seminaren für Unternehmen unter 250 vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter:innen, dazu gehören auch Vorbereitungslehrgänge für die Ausbilderprüfung, können durch einen Bildungsscheck oder die Bildungsprämie gefördert werden. Eine Beratung hierzu erhalten Sie u.a. in der Weiterbildungsberatung der örtlichen Volkshochschulen (VHS).