22.10.2019

IHK-Matching

geschrieben von Sandra Janßen

Gute Azubis für gute Unternehmen!

IHK-Matching
IHK-Matching – Bild: IHK Mittleres Ruhrgebiet

„Starthelfende Ausbildungsmanagement“ war gestern – „Matching“ ist heute (und morgen): Die IHK Mittleres Ruhrgebiet stellt ihre passgenaue Vermittlung von Auszubildenden auf völlig neue Beine. „Wir wollen helfen, gute Auszubildende für gute Unternehmen zu finden. Das verstehen wir als IHK unter nachhaltiger Unterstützung unserer Mitgliedsunternehmen“, so Dr. Katja Fox vom Matching-Team.


Kurzer Blick zurück: Hinter dem Wortungetüm „Starthelfende Ausbildungsmanagement“ verbarg sich ein vom NRW-Arbeitsministerium und dem Europäischen Sozialfonds gefördertes Projekt, das darauf abzielte, Bewerber, die das eine oder andere Vermittlungshemmnis haben, mit Unternehmen zusammenzubringen, die noch Azubis suchen. Und auch Unternehmen, die wenige Bewerbungen erhalten oder beispielsweise erst spät im Jahr erkennen, dass sie doch noch einen Auszubildenden brauchen, profitierten von dem Projekt. Die Förderung ist ausgelaufen – politisch hatte das Projekt aus SPD-Grünen-Zeiten nicht die Rückendeckung der neuen CDU-FDP-Landesregierung.


Die IHK hält an der passgenauen Vermittlung fest, ändert aber die Blickrichtung. „Wir sehen die Probleme unserer Mitgliedsunternehmen, alle angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen und gute Auszubildende zu finden. Wir betrachten den Ausbildungsmarkt deshalb in unserem Team nun bewusst aus Unternehmersicht“, so IHK-Matcherin Andrea Koch. Die IHK vollzieht also einen Paradigmenwechsel.


Die IHK möchte in nächster Zeit einen Bewerberpool aufbauen und dafür in Gymnasien und Gesamtschulen werben. „Wer das Abitur anstrebt, muss nicht zwangsläufig studieren. Es gibt sehr gute Karriere-Chancen mit einer dualen Ausbildung in der Tasche. Das ist eine zentrale Botschaft, die wir in die Schulen tragen möchten“, umreißt Sandra Janßen die IHK-Stoßrichtung.


Dabei geht die IHK digital: Bewerber können nicht nur ihren Bewerbungsbogen digital ausfüllen – die Matching-Software ermöglicht auch einen Persönlichkeitstest. Denn: „Wenn wir wissen, welche Anforderungen ein Unternehmen an seinen Auszubildenden stellt, können wir abgleichen, ob der potenzielle Bewerber diesem Profil genügt. Wenn die einen Teamplayer suchen, der Bewerber aber lieber für sich ungestört alleine arbeitet, dann passt das nicht zusammen. Dann klappt Ausbildung einfach nicht“, so Koch. Schulnoten spielen heute in vielen Fällen nicht mehr die entscheidende Rolle, sogenannte Soft-Skills gewinnen dagegen an Bedeutung.


Die IHK sichtet also die Anforderungen der Unternehmen, vergleicht sie mit den Fähigkeiten, Talenten und Persönlichkeitsstrukturen der Bewerber – und bringt dann die beiden Seiten zusammen. Macht also den Unternehmen einen passgenauen Vorschlag.


Sandra Janßen lächelt. „Und vielleicht sind am Ende ja alle happy …“


Fokus auf die Unternehmen
Fokus auf die Unternehmen: Die IHK-Matcherinnen Sandra Janßen, Andrea Koch und Dr. Katja Fox (v. l.) – Bild: IHK Mittleres Ruhrgebiet
Yvonne Fischer
Yvonne Fischer – Bild: IHK Mittleres Ruhrgebiet

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