10.07.2019

Ein "Ja" zur Ausbildung

geschrieben von Jörg A. Linden

Die Industrie- und Handelskammern in NRW haben ihren Ausbildungsbericht 2019 herausgegeben.

Insgesamt 70.386 junge Menschen in NRW haben sich im Jahr 2018 für eine Ausbildung in der Industrie, im Handel oder in der Dienstleistungsbranche entschieden. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits in 2017 war der fünfjährige Abwärtstrend bei Neueintragungen mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent unterbrochen worden.

Damit entschieden sich im vergangenen Jahr wieder ähnlich viele jungen Menschen für eine duale Ausbildung wie im Jahr 2014. Diese Entwicklung ist auch deshalb positiv zu werten, weil sich im gleichen Zeitraum die Zahl der Schulabgänger in Nordrhein-Westfalen um mehr als zehn Prozent verringerte. Diese Zahlen gehen aus dem Ausbildungsbericht 2019 hervor, den die Industrie- und Handelskammern in NRW (IHK NRW) heute veröffentlicht haben.

Die IHK Mittleres Ruhrgebiet verzeichnete zum offiziellen Stichtag am 30. September 2018 exakt 2.080 neue Ausbildungsverträge. Das waren 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Herne mit einem Plus von knapp 20 Prozent und Bochum mit einem Plus von drei Prozent waren die Gewinner, Hattingen mit einem Minus von knapp vier Prozent und Witten mit einem Rückgang um fast 17 Prozent schnitten schlechter ab.

Deutliche Zuwächse gibt es bei Auszubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Die Zahl der nicht-deutschen Azubis an der Gesamtzahl der Auszubildenden in NRW liegt bei 19 Prozent – im mittleren Ruhrgebiet lag der Anteil zum 30. September des letzten Jahres mit 24,7 Prozent noch höher.

Neu an den Start ging im Jahr 2018 der Beruf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce. Bereits im ersten Jahr entschieden sich in NRW 382 Auszubildende für den neuen Ausbildungsgang – im IHK-Bezirk Mittleres Ruhrgebiet waren es 13 – der der Digitalisierung von Geschäftsmodellen im Handel Rechnung trägt. Diese Zahl ist auch deshalb als Erfolg zu sehen, weil neue Berufe sich in der Bewerbung erfahrungsgemäß schwertun, so IHK NRW.